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08.06.2024 Workshop
ERDROTATION
Anthropozän und Temps perdu
02.03.2024 Workshop
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Atmen – Baden im Unbewussten
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Le temps retrouvé
23.09.2023 Workshop
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The Cologne Experiment
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Traumproduktion – Zur Logik des Imaginären
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Desire, D minor and the Unconscious
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Another Difficulty in the Path of Psychoanalysis?
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Repetition III
11.07.2020 Workshop
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04.07.2020 Workshop
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14.05.2020 Vortrag
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Was wir über Natur und Viren wissen – Wenig
18.04.2020 Vortrag
Ulrich Hermanns Online
Eine weitere, große narzisstische Kränkung?
02.08.2019 Workshop
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06.07.2019 Workshop
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16.03.2019 Workshop
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03.11.2018 Workshop
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Psychiatrie und Zuflucht
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Ramadan
14.04.2018 Workshop
Berners / Hermanns
Erdrotation – Dialog
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Anthropozän und Temps perdu

08.06.2024 • ERDROTATION

"Psychoanalyse erlernt man zunächst am eigenen Leib, durch das Studium der eigenen Persönlichkeit."

Sigmund Freud, Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse (1916)

Samstag, 8. Juni 2024, 14:00 Uhr

Erdrotation – Dialogorientierte, undogmatische Gesprächsrunde.

Ort Pardo's (Rückseite des K 21), Düsseldorf

Thema:

  • Anthropozän und Temps perdu

Was macht die Macht der Menschen so gigantisch, dass die organische Umwelt mikro- wie makrokosmisch Spuren hinterlässt, welche ehemals klassische Sinnlichkeit zunehmend ins Abseits drängt?

Allgegenwärtiges Leuchten der Bildschirme, von August Ruhs so betitelt, bereits ist Ausdruck artifizieller Intensitäten, welche die mentalen Sinnstiftungen gravierend zu beeinflussen vermögen.

Ohne dass ein jeweiliges Selbst abzuschätzen vermag, wie sich dies vor globalem Hintergrund – wer fragt danach? – darstellen mag.

Grenzen sinnlicher Wirklichkeit

Allpräsente Kraftmaschinen und die erforderliche Kombustion organischer Rohstoffe schaffen Ausdrucksformen von extremer Dynamik. Die physische Präsenz von Kraftfahrzeugen macht verdichtete Regionen menschlichen Zusammenlebens zu Orten monströser Unzugänglichkeit.

Von den Begleiterscheinungen gedankenloser Digitalisierungskybernetik nicht zu reden – oder doch?

Wenig rücksichtsvoll kurzgeschlossene Ordnungen von Produktion und Konsum zelebrieren partiell nur stabile Überflussterrains, während demonstrativ praktizierter Konsum auch die Begehrensordnung ökonomisch schwacher Menschen in großer Zahl kodiert.

Überfluss-Communities steuern weitgehend ziellos durch ubiquitäre Maschinenwelten. Hinterlassen auf ihren Fluchtlinien herrenlose Wüsten, welche das eigene Selbst mit zu umfassen vermögen.

In welchen Ausmaß? Gibt es diesbezüglich ein verlässliches Urteilsvermögen? Welches die Externalisierung von im Unbewussten unhaltbaren Produktivkräften mit berücksichtigt?

Sind Spuren dessen mit sozial-psychologischem oder psychiatrischem Vokabular fassbar? In den Seelen der Menschen wie in ihrer Weltwahrnehmung?

Wo – Abschlussfrage – lag der Umschlagpunkt dessen, was einst Freude und Lust bereitete, in etwas, das als Verlorenes durchaus wiederzufinden ist – mit den kleinen Gebrauchsspuren der temps perdu?  

 

Stille Welt, 1976.

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